Hobby einer Mutter

Was für ein Hobby kann eine Mutter haben? Was für ein Hobby habe ICH nebst Kind, Mann, Karriere? Ich hatte ja schon viele Hobbies in meinem Nicht-Mutter-Leben: Profi-Billard! Ballett! Jazz Dance! Fitness! Latin Aerobic! Akkordeon! Gospel-Chor! Standard-Tanz! Flamenco!! Tango Argentino! Dies nur die regelmässigen Hobbies. Dann gibt gab es noch Kino (jede Woche!). Freunde treffen. Spontane Städtereisen. Dies nur eine Auswahl. Und heute, als Mutter? Keine Zeit. Und wenn ich schon mal Zeit habe, will ich meine Ruhe. Vor dem TV sitzen und mittels Video on demand Filme reinziehen. Und TV-Serien schauen. TV geniessen (jetzt erst recht mit zeitversetztem Schauen, es lebe die Swisscom Box!). Das hat mich auf die Idee gebracht, eine Top 10 meiner besten Fernseh-Serien ever zusammenzustellen:

1. Sex and the City (1998-2004): Von dieser Serie habe ich jede, ich wiederhole JEDE der 94 Folgen gesehen, ich kann die Texte auswändig. Die Bibel meiner Tweenie-Jahre. Ich erinnere mich noch genau, wie skandalös und anrüchig die Serie war, als sie erstmals über die Bildschirme flimmerte. Heute ringt uns SATC nur noch ein müdes Lächeln ab. Und Sarah Jessica Parker sieht einfach nur noch furchtbar aus.

 

2. Revenge (seit 2011): Unser momentanes Wochenhighlight montags auf ORF1. Nie war Rache süsser oder perfider, ein Plot überlegter. Hut ab vor den Autoren, denn nichts ist, wie es scheint! To be continued.

 

 

3. The Mentalist (seit 2008): Simon Baker alias Patrick Jane ist einfach der Hit, sein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Massenmörder Red John spannend, die Dialoge sitzen. Die Serie punktet durch unerwartete Wendungen und den roten (!) Faden über alle Staffeln hinweg. To be continued.

4. Remington Steele (1982-1987): Man, sah Pierce Brosnan damals heiss aus. Die Titelmelodie ist unvergesslich und die Fälle in wiederum 94 Folgen sind auch heute noch spannend anzuschauen. (Warum gibt es die Serie eigentlich nicht auf DVD?!) In die gleiche Themenkategorie fällt meiner Meinung nach „Agentin mit Herz“ (1983-1987), auch wenn diese Serie viel schlechter gemacht war: grauslige Kleider (ich mag ja die 80er, aber hier sieht man echte Schocker), schlechte Dialoge und der kalte Krieg aus einer komödiantischen, heute niveaulos anmutenden Sicht der USA.

5. Ganz anders Homeland (seit 2011): sooooo spannend! Ein Einblick in die Homeland Security eines paranoiden Landes, wobei die Bedrohung real ist. Claire Danes als bipolar gestörte FBI-Agentin überzeugt auf ganzer Linie. To be continued.

6. Friends (1994-2004) / How I met your mother (seit 2005): Lassen sich im gleiche Aufwisch nennen. In beiden geht es um Freunde, die sich regelmässig in einer Bar treffen. Zwei der Freunde verlieben sich und heiraten (Monika und Chandler bzw. Barney und Robin). Beide Sitcoms sind sehr lustig, bei HIMYM ist ausserdem der Aufbau sensationell – z.B. zieht sich Slapsgiving durch mehrere Staffeln (an Thanksgiving verliert Barney eine Wette und wird daraufhin von Marshall geohrfeigt. Er hat dann noch mehrere Ohrfeigen zugute, die er über die Staffeln verteilt unangekündigt an Barney austeilt).

7. Grey’s Anatomy (seit 2005): Yes, yes, yes! Meredith Grey wirkt zwar immer blasser und apathischer, aber die Geschichten rund um die Ärzte am Seattle Grace Hospital sind spannend und viel realistischer als z.B. in „Emergency Room“ (1994-2009). Ich stehe immer noch unter Schock, weil George am Ende von Staffel 5 stirbt. To be continued.

8. Neben Remington Steele hier gleich drei weitere heissgeliebte Serien aus dem Hause Aaron Spelling: Fantasy Island (1977-1984), Hart aber Herzlich (Jonathan pass auf!) (1979-1984) und Love Boat (1977-1986). Diese Serien haben meine Kindheit begleitet (sie sind ja aus heutiger Sicht auch absolut harmlos). Und dank Love Boat liiiiiieeebe ich heute Kreuzfahrten 🙂 Ich wollte als Kind sogar jahrelang Kreuzfahrtmanagerin werden. By the way, kennt noch jemand „Ein Colt für alle Fälle“ (1981-1986)?

9. Alias – Die Agentin (2001-2006): Jennifer Garner kämpfte als Doppelagentin Sydney Bristow fünf Staffeln lang gegen Arvin Sloane, den Leiter des Geheimdienstes SD-6, und schlechte Drehbuchautoren. Staffeln 1-3 sind der Hit, Staffel 4 bewirkt einen leichten TV-Abschalt-Reflex. Am Ende von Staffel 5 wünscht man sich, man hätte bei Staffel 3 aufgehört.

10. Desperate Housewives (2004-2012): Nachfolger von SATC, darf auf dieser Liste nicht fehlen. Nicht durchgehend gut, aber immerhin habe ich auch hier jede Folge gesehen.

 

So, das sind meine Top10, wobei ich noch zig andere Serien aufzählen könnte. Welches sind eure persönlichen Favoriten und warum? Bei meinem Mann sind es übrigens (typisch Mann, hihi!) MacGyver  (1985-1992), Knight Rider (1982-1986) und Kung Fu (1972-1975) mit David Carradine.


Nachtrag: Doctor’s Diary gehört eigentlich auch in die Top10! Fräulein Doktor Haase bitte in den OP!

 

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2 thoughts on “Hobby einer Mutter

  1. Du hast mal Akkordeon gespielt…? Du hast es bestimmt schon mal irgendwo gelesen auf meinem Blog: ich bin Musikpädagogin mit Hauptfach Akkordeon 🙂
    Von den Serien, die du beschreibst, kenne ich viele in der Tat gar nicht! Herzlich lachen kann ich aber auch über How I met your mother. Und Doctors Diary natürlich! Wir sind außerdem große Doctor House Fans und sehr traurig, dass es keine neuen Staffeln mehr geben wird von dem alten Griesgram 🙁

  2. Ja, ich habe 10 Jahre (von 1989-1998) Akkordeon gespielt, chromatisch, Klaviertastatur 🙂 Ich war in einem Orchester die Elektroniumstimme. Allerdings ist meine linke Hand fast nicht zu gebrauchen, weil ich immer im Orchester war. Klar weiss ich, dass Du Akkordeon spielst 🙂 Hab doch auch einmal auf Deinem Blog deswegen kommentiert und so weit ich mich erinnere gesagt, dass ich auch gespielt habe ;-))
    Doctor House haben wir auch gesehen, aber nur die ersten 3 Staffeln. Dann haben wir uns umentschieden für andere Serien (Man kann auch als Serien-Junkie nicht mehr als TV sehen… 🙂 ). Es gibt zurzeit einen Film mit Hugh Laurie "Die Tochter meines Nachbarn" – ganz ungewöhnlich, Laurie mal nicht als humpelnden Griesgram zu sehen.

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