11 Tipps für die lange Autofahrt mit Kleinkind

Lulus-Stern startet zum baldigen Urlaubsbeginn eine Blogparade zum Thema «So versüsse ich meinen Kindern lange Reisen».

Da bin ich gerne mit dabei, wir gehen nämlich selber Ende Juni in den Süden – genauer gesagt nach Südfrankreich, wo meine Eltern seit ein paar Jahren am Meer wohnen. LadyGaga war zum ersten Mal mit 4 Monaten mit auf langer Fahrt dabei – 9 bis 12 Stunden geht es, bis wir am Ziel sind, je nach Verkehrslage und Länge der Pausen. Folgendes hat sich bei uns bewährt:

  • Konstellation im Auto: Mein Mann fährt, ich bin auf dem Beifahrersitz, LadyGaga hinter dem Fahrersitz. So konnte ich sie jeweils von vorne her bespassen, d.h. essen und trinken reichen, heruntergefallenes Spielzeug, Schnuller, Kekse aufheben, neues Spielzeug reichen – natürlich als sie noch kleiner war, heute geht das ganz unkompliziert. Auf den Platz hinter dem Fahrersitz besteht sie aber noch heute, obwohl ich ja jetzt bzw. in einem halben Jahr eigentlich für Copperfield das Gleiche machen müsste. «Du gisches denn mir und ich em Copperfield, isch guet so?»
  • Für Starter: Wir begannen damals mit zwei Sets Spielkarten: ein Hundequartett und ein Hello-Kitty-Kartenset. Spielen konnte sie natürlich nicht damit. Aber ich reichte ihr immer wieder ein paar neue Karten, die sie interessiert studierte, in den Mund nahm, zerriss – sie war beschäftigt und zufrieden.
  • Zubehör: Wir haben ein Kniekissen als harte Unterlage für Laptops gekauft – das benutzt LadyGaga sehr gerne, um vor sich eine gerade Fläche zu haben, auf der sie kleine Puzzles zusammensetzen oder etwas malen kann.
  • Gehirn aktivieren: Für die nächste Reise werde ich noch einen neuen Rätselblock kaufen – sie hat nämlich angefangen, einfache Kindersudokus mit Symbolen (Stern, Herz, Krone etc.) zu lösen und ist ganz begeistert davon. Auch «Finde die 10 Unterschiede»-Rätsel findet sie ganz toll. Das muss ich unbedingt nochmals neu kaufen!
  • Momentan auch der Renner: Block und Stift. Sie kritzelt, was das Zeug hält und kann schon ihren Namen, den ihres Bruders und Mami und Papi schreiben. Schreiben ist toll (hach, meine Tochter!).
  • Ganz wichtig: Pausen, Pausen, Pausen. Ohne geht es nicht. Wir mussten auch zuerst lernen, uns auf den Rhythmus unseres Kindes einzulassen, und jetzt mit Copperfield müssen wir es sogar nochmals neu lernen. Wir machen aber sicher immer dort eine Pause, wo es einen grossen Spielplatz hat, damit die Grosse zwischendurch herumtollen kann.
  • Bekleidung: Als Baby war LadyGaga immer sehr zufrieden im Maxi Cosi (Copperfield nicht…), wir mussten nicht soooo oft pausieren. Dann wurde gewickelt und Fläschchen gegeben. Echt easy mit der Grossen, wir hatten Glück. Unvergessen aber die Überraschung, als sie sich auf einer Autobahnraststätte zum ersten Mal überhaupt komplett eingesaut hatte. Das Windelerzeugnis (ähem) lief im Nacken des Bodys wieder raus, ihr kennt das… Nichts Tolleres, als auf einem öffentlichen Autobahnraststätten-Klo die komplette Babygarnitur auszuwechseln, überladen mit einer Tonne verschmutzter Feuchttüchlein. Urgs. Jetzt also bei Copperfield unbedingt wieder daran denken, genügend Ersatzkleider bereit zu halten.
  • Verpflegung: Was auch ganz wichtig ist bei uns und Tradition hat: die Sandwiches! LadyGaga spricht bereits jetzt davon, dass wir dann unbedingt die Sandwiches machen müssen und dass sie mir dann dabei hilft. Eine gute Verpflegung mit guten Brötchen, Obst, Getränken und auch was Süssem ist die halbe Miete auf der Reise. Natürlich wird auch unterwegs etwas gekauft, ein Eis zum Beispiel. Aber Sandwiches im Auto essen zu dürfen ist schon cool!
  • Reden: Wir erzählen uns Geschichten, erfinden neue Märchen und träumen laut davon, was wir in den Ferien alles unternehmen werden.
  • Digital Natives: Wir haben schon vor zwei Jahren einen kleinen portablen DVD-Player gekauft. Darauf darf LadyGaga in Intervallen Zeichentrickfilme sehen. Früher war das z.B. eine Folge Barbapapa, heute schon mal ein ganzer Barbie-Film. Das ist aber nur das Notprogramm, wenn gar nichts mehr geht.
  • Der wichtigste (Zeit-)Punkt zuletzt: Wir fahren jeweils um 4 Uhr in der Früh los. Das ermöglicht es uns, von 4 bis ca. 7 Uhr in Ruhe durchzufahren, da LadyGaga dann tatsächlich noch schläft. Sie weiss, dass wir immer in der Nacht losfahren und das findet sie toll: «Dr Papi holt mi denn us em Bett und denn fahre mir los und ich schlof im Auto, gäll?»
Heute hat LadyGaga bereits in Vorfreude ihre Badeanzüge probiert – sie passen noch. Der Urlaub kann also kommen!

Hier geht es zu weiteren tollen Tipps und Spielideen für lange Reisen:
Zweifachmama – Wann sind wir denn endlich da???
Mamaskind – Mit dem Kind auf Reisen – Beschäftigungsideen.
Perlenmama – 11 Tips für lange Autofahrten mit kleinen (und grösseren) Kindern.Beauty-Mami – Reisen mit Kindern – Tipps für eine entspannte Autofahrt.

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4 thoughts on “11 Tipps für die lange Autofahrt mit Kleinkind

  1. Danke für die wundervollen Tipps. Unser Laptopkissen hat nun endlich wieder einen Job! Manchmal steht man sich ja selbst im Weg 😀

    Bei uns ist die Sitzkonstellation übrigens so gewesen, dass Großkind bis zur Geburt von Minikind hinterm Beifahrer saß. Lag daran, dass ich sehr oft allein unterwegs war und dadurch schräg besser greifen konnte. Er ist auch bereitwillig auf den anderen Platz gewechselt.

    Gehirnaktiv-Training klingt auch gut. *auf die Liste schreib*

    Euch wünsche ich schon mal jetzt eine gute Reise.

  2. Wirklich tolle Tipps, hätte ich die bloß vor ein paar Jahren gelesen. Mittlerweile sind die Kids ja schon eine Spur größer und da ist das nicht mehr ganz so schlimm, die können sich dann schon eine Weile am Zusammenreisen. Aber das mit dem frühen losfahren find ich Spitze. Wieso eigentlich nicht gleich am Abend die ganze Nacht durchfahren 🙂 Naja bei uns nicht mehr nötig, und bei der nächsten Fahrt sowieso nicht, da fahren wir nämlich auf ein Wanderhotel, was eh in der Nähe ist. Aber auch diese Art des Urlaubs müssen sie erst einmal kennen lernen.
    liebste Grüße, Monika

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