Essen wie Gott in Frankreich

Gestern waren wir im Nachbarsdorf an der Meerpromenade zum Shoppen. LadyGaga und mein Mann teilten sich ein Eis, Geschmacksrichtung «Zuckerwatte» (Barbe à Papa). Es schmeckte tatsächlich nach dem rosa Watterausch, gar nicht so schlecht. Ich selbst wollte mir beim Flanieren als halbe Französin lieber eine leckere Crêpe gönnen. Essen wie Gott in Frankreich. Naja, oder wie Mama on the rocks halt.

Ich zielte einen grösseren Crêpestand an, eine junge Dame wartete dort auf Kundschaft. Die folgende Konversation fand auf Französisch statt.

Ich: Guten Tag. Eine Crêpe mit Zitrone bitte.
Sie: Zitrone? Haben wir nicht.
Auf der Theke stand aber in grossen Lettern unter anderem «au citron». Darunter: «au Grand Marnier», also mit Alkohol.
Ich: Nun gut. Dann also eine mit Grand Marnier.
Sie, mit Fragezeichen auf der Stirn: Sie meinen mit Marronencrème?
Ich, leicht irritiert: Neeeeeeeeeeiiin. Ich meinte Grand Marnier.
Ich zeigte auf die Theke und sagte: Hier steht doch, dass Sie Au Grand Marnier haben.
Sie, erleichtert: Ach, Sie meinen Grand MARINIER.
Nun hatte ICH ein Fragezeichen auf der Stirn. Wollte sie etwa Muscheln in die Crêpe legen?
Ich: Sie wissen aber schon, was Sie hier tun, oder?
Sie, achselzuckend: Wissen Sie, Sie sind die erste Kundin, die eine Crêpe mit Zitrone oder Grand Marnier will. Sonst wollen alle nur mit Nutella. Ich habe das noch nie gemacht, aber das wird ja sicher nicht so schwer sein.
Ich, alarmiert: Ach wissen Sie was? Ich nehme dann eine Crêpe mit Zucker. Bitte. Danke.

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