New Kid on the Blog Teil 1

Schon seit längerem überlege ich mir, hier auf dem Blog tolle Blogposts meiner Mitbloggeria vorzustellen, die mir gefallen haben. Aber so viele Blogger machen das mittlerweile so gut, da braucht es mich nicht auch noch. Genannt seien hier exemplarisch der Familienbetrieb mit seiner Rubrik «Das Bloggen der anderen» oder Mama Mia mit «Blogs are for sharing». Von beiden bin ich ein grosser Fan!
 
 
 
 
 
 
 ©Fotolia

Stattdessen möchte ich euch in unregelmässigen Abständen eine Blog-Neuentdeckung ans Herz legen, ein «New Kid on the Blog» eben. Heute ist dies kiddo the kid.

Gestolpert bin ich über die Bloggerin Liz bei mir auf dem Blog. Bei meinem Beitrag zur Kita-Eingewöhnung von Copperfield hat sie nämlich sehr pointiert kommentiert und die Situation mit ihrer einjährigen Tochter geschildert. Nämlich, dass sie im Netz angefeindet wird, weil das Kiddo demnächst in die Kita geht. Ich wurde neugierig, wer denn da so ähnlich wie ich gestrickt ist.

Auf ihrem Blog sagt sie über sich selber:

«Liz ist nicht hauptberuflich Mutter, kommt sich aber manchmal so vor. Der Mann wohnt auch hier und wird gelegentlich geschmäht, meist aber ziemlich gern gehabt. Das Kiddo ist noch kein Jahr alt und generell ein ganz erstaunliches Wesen. Alle zusammen wursteln sich in Berlin durch.»

Ich möchte rufen: Hier! Hier wird auch gelegentlich geschmäht! Und ich bin NICHT hauptberuflich Mutter! Sympathisch, die Frau.

Der Blog existiert seit Oktober 2014, und bei der Kommentarflut überkommt mich der blasse Neid. Ihr aufwühlender Blogpost «Aus dem Bauch heraus», in dem sie die traumatische Geburt ihrer Tochter via Notfallkaiserschnitt verarbeitet, wurde auf Facebook 973-mal geteilt. Neunhundertdreiundsiebzig! Da staune ich ehrfürchtig und denke: Irgendetwas mache ich falsch.
Irgendetwas macht Liz aber offenbar richtig: Ihre Texte sind herzerwärmend, erfrischend, authentisch, gehen nahe. Herrlich ihr Statement über sich als Hyde-Mom. Wer fühlt sich nicht manchmal als böse Version seiner selbst und würde die Kinder (oder das Kind) am liebsten auf den Mond schiessen, den Mann und die ganze blöde Welt gleich mit dazu?! Lucie Marshalls bekannte Blogparade #momsrock dreht sie um und schreibt ein Plädoyer für ihre eigene Mutter und ihre beiden Grossmütter, die sie grossgezogen haben.

Bass erstaunt (eigentlich ja: platt!) war ich beim Lesen ihres aktuellen Blogposts «Lieber unbekannter Vater», einem Gespräch, das sich an einer Supermarktkasse ergeben hatte. Ihre Reaktion auf den Angriff des Fremden ist absolut der Hammer, warum fällt mir so etwas nie ein?

Liebe Liz, Du schreibst mir aus der Seele. Zu Recht hast Du so viele Kommentare auf dem Blog. You‘re a rising star!

PS Ich bin demnächst in Berlin, vielleicht treffen wir uns ja mal?

 

Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

5 thoughts on “New Kid on the Blog Teil 1

  1. Jetzt bin ich glatt nochmal aus dem *schock* Familienbett gestiegen, weil ich Dir für diese wahnsinnig freundliche und ausführliche Vorstellung danken möchte. Das war mal eine großartige Überraschung am schnöden Donnerstag Abend! Ich bin, ja doch, verlegen von so viel Lob <3

  2. Ein toller Blog. Vielen Dank fürs Vorstellen. Ich liebe ja Blogs dieser Art, die ehrlich desillusonieren und die Schwangerschaftshormone kurz abschalten damit man sich für einen Moment denkt "scheiße worauf hab ich mich da eingelassen" bevor man sich wieder in der rosa Wolke befindet, den Bauch streichelt und "wird schon" murmelt 😀 liebe Grüße Anja Ali

  3. Oh, das fände ich jetzt aber schade, wenn ich Dich vorübergehend desillusioniert hätte. Ist ja gar nicht meine Absicht. Und natürlich ist es auch so: Es wird schon. Sag ich mir auch dauernd. Stimmt ja auch meistens 🙂

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