Ein Blick in die Zauberkugel von Tafjora – #AntiAdventskalender

Im Dezember machen zahlreiche Gastautoren bei meinem ANTI-Adventskalender mit, bei dem sich alles um die Frage dreht: Was erwartet uns 2016? Ein bisschen Tschakka und Glitzer im Leben muss nämlich auch 2016 sein!

Heute bei mir zu Gast: Tanja aka Tafjora. Die vergangenen Jahre lebte sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen als Ex-Pat in Frankreich in der Nähe von Bordeaux. Seit einigen Monaten sind sie aber wieder zurück in Deutschland. Probleme von Entwurzelt-sein kenne ich dank meines (wunderbaren!) dreijährigen Auslandaufenthaltes in der Kindheit nur zu gut. Umso spannender für mich, wie sich Tanja den Ausblick für 2016 vorstellt und was sie sich für das neue Jahr wünscht. Ob sie sich von altem Ballast besser lösen kann? Bestimmt! Ausserdem: Ich treffe sie nächstes Jahr an der grossen Denkst-Bloggerkonferenz am 23. April in Nürnberg! Es muss also ein gutes Jahr werden, hihi…. Ich freue mich so auf Dich, Tanja!

 

(c) Fotolia
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Mitten im vorweihnachtlichen Chaos soll ich für die taffe Mama on the Rocks einen Blick in die Zukunft werfen. Eigentlich sollte ich mal dringend die Kiste mit der Weihnachtsdeko suchen gehen. Die Herbstdeko haben wir nämlich auch schon ausgelassen, weil keiner diese blöde Umzugskiste mit den bunten Drachen und den sicherlich schon etwas modrig duftenden Herbst-Türkränzen in unserem Keller des Grauens widerfand. Aber die Deadline ist mal wieder fast schon erreicht, so zieht sich das bei mir schon das ganze Jahr hindurch. Immer Last Minute. Alles. Grrrrr.

Auf der Suche nach der Weihnachtskiste habe ich also meine Zauberkugel gefunden und wage mal einen Blick für euch hinein. Moment, abstauben müsste man das dumme Ding auch erst mal, und erst die vielen Fingertapser, argh, es ist doch immer das Gleiche. So, aber jetzt. Moment, gleich hab ich es. Na toll, da scheint ausgerechnet jetzt der Akku alle zu sein. Mist und jetzt? Mal den Mann befragen, ob es für sowas nicht auch eine Handy-App gibt! Wenn sich einer damit auskennt, dann er. Ich mache mir erst mal einen Tee. So ganz unspektakulär mit Wasserkocher und Teebeutel. Setze mich an den Tisch und genieße den Duft und die Stille. Stille? Etwas sehr seltenes in unserem Haus. Meine Jungs sind temperamentvoll und lieb, aber leise eben meistens nur, wenn sie schlafen. Besinnliche Zeit und so? Fehlanzeige. Während ich also dem Flackern der Kerzen zusehe, fällt mir ein: eigentlich brauche ich gar keine Zauberkugel und keine Handy-App. 2016 brauche ich einfach mal wieder etwas mehr Ruhe und Gelassenheit. Das vergangene Jahr war an Emotionen kaum mehr zu übertreffen: Der großer Umzug von Frankreich nach Deutschland liegt hinter uns, Abschiede und neue Begegnungen, aus dem Kindergartenkind wurde ein Schulkind und aus meinem Baby ein Kindergartenkind und nach knapp sechs Jahren als Vollzeitmama mein «Comeback» in den alten Job im Reisebüro. Ganz schön viel für so ein Jahr.

Mein Löwenjunge fragte mich letztens, was ich mir denn zu Weihnachten wünschen würde. Aber mir fiel nur sowas ein wie: «dass wir alle gesund bleiben, Du Dich mit Deinem Bruder nicht so viel streitest und dass ich nicht immer alles 100 Mal sagen muss». Die Antwort darauf kam prompt: «Oh, Mama, sowas kann ich doch nicht basteln, hast Du denn nichts Einfacheres für mich?» Vermutlich wird das Leben und der Alltag 2016 sich das auch denken, und meine Sehnsucht nach etwas mehr Ruhe und Gelassenheit ein frommer Wunsch bleiben. Aber mal ehrlich, ist es nicht das, was unser Leben auch ausmacht? Es wäre nicht meins, wenn das laute Lachen und Streiten nicht durch die Flure hallt und irgendwo wieder etwas zerdeppert wird oder zu Bruch ginge. Neuanfänge und Veränderungen, jeden Tag aufs Neue…

Im Radio kommt gerade das neue Lied von Silbermond: «Leichtes Gepäck»:

…Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg
Denn es reist sich besser
mit leichtem Gepäck…

Ich sehe mich um, die Kisten, die der Umzug noch so ans Tageslicht gebracht hat. Jetzt bin ich mir sicher, Gelassenheit habe ich schon, denn sonst wären sie nicht mehr da. Ruhe – kann ich nicht gewollt haben, sonst wäre ich nicht Mutter geworden. Aber 2016 ist es endlich mal Zeit, unser neues Leben in Deutschland ein bisschen aufzuräumen. Entrümpeln, Platz schaffen. Auch vielleicht von Menschen, die mir nicht gut tun oder deren Beziehungen zu einseitig verlaufen. Ja, ich glaube, das ist mein schönster Ausblick auf 2016.

Doch davor wünsche ich euch und mir eine schöne und besinnliche Adventszeit, mit so viel Ruhe wie es eben das bunte Leben zulässt. Und auch wenn man es nicht basteln kann: Bleibt gesund und munter und genießt das Leben, wir haben nur dieses Eine!

Gros Bisous,

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Eure Tanja

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3 thoughts on “Ein Blick in die Zauberkugel von Tafjora – #AntiAdventskalender

  1. Hach, Tanja würde ich ja auch gerne mal treffen.
    Bei uns stand zwar kein Umzug an, aber die Situation mit dem "plötzlich Schulkind" habe ich auch erlebt. Ein sehr emotionales Jahr!

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