Von Socken und Minions #LittleLieblingsstück

Die liebe Marsha von Mutter & Söhnchen fragt in ihrer aktuellen Blogparade #LittleLieblingsstück:

Sucht euer Kind morgens die Klamotten aus oder wir das angezogen, was ihr rausgelegt habt? Gibt es ein absolutes Lieblingsstück […]? Wie verändert sich das Anziehverhalten – gehen solche Extremsituationen (von alleine) wieder weg? Oder habt ihr das Gefühl, dass es schon im Kindergartenalter Gruppenzwang in Bezug auf Kleidung gibt?

Das passt thematisch wie die Faust aufs Auge zu uns. Denn es gibt da etwas, was ich seit kurzem beobachte und mir regelmässig die Nackenhaare aufstellt: Copperfield entwickelt sich kleidertechnisch Richtung Hochsensibilität – genau wie LadyGaga. Hier könnt ihr euch mein entsetztes Gesicht denken. Doch zunächst zu LadyGaga.

Von der perfekten Socke zum coolen Style

Meine Tochter war ja nicht immer so anstrengend mit dem Anziehen von Kleidern. Das hat sich erst so mit ca. vier Jahren entwickelt. Mittlerweile kaufe ich ihr keine T-Shirts oder Oberteile mehr, die irgendeine Naht haben, die zwicken könnte. Naht am Rücken? Forget it. Puffärmel oder sonst wie eingeschnürte Ärmel? Denkste. Kratzendes Material? No way. Das gleiche Spiel gilt bei den Hosen: Den ganzen Winter durch hat sie nun EINE Jeanshose getragen, die sie akzeptiert, weil sie «nicht juckt». Also wasche ich brav immer und immer wieder die gleiche Hose. Die ist jetzt so verschlissen, dass sie demnächst auf den Altkleiderstapel wandert. Aber erst, wenn wieder Kurze-Hose-Saison ist. Generell probiert sie zuhause erst alle Kleidungsstücke, bevor ich die Preisschilder entferne.

Hosenstapel im Schrank - meist ungetragen
Hosenstapelchaos im Schrank – meist ungetragen

Strumpfhose und Socken führen bei uns regelmässig zu Kriegsarklärungen. Warum gibt es eigentlich keine Kindersocken ohne Nähte?! Eine echte Marktlücke. Sogar bei den wenigen, von LadyGaga akzeptierten Socken flippt sie regelmässig aus. Ich habe aufgegeben und bin am Ende des Morgens einfach froh, wenn sie ETWAS anzieht.

Grosses Mädchen

Neuerdings aber bemerke ich auch einen Wandel in ihrem Style. Hello Kitty ist für Babys. Wollte sie die letzten zwei Jahre nur Mia-and-me-Klamotten anziehen, sind diese jetzt verpönt. «Die gibt es ja gar nicht in echt.» Auch Minnie Maus ist doof. Ihre geliebten Einhörner sind plötzlich ebenfalls uncool – weil die Freundinnen in der Vorschule das sagen. Pferde gehen noch. Willkommen Realität. Seufz, wer soll denn da den Durchblick behalten.
Der aktuelle Style der sechsjährigen LadyGaga ist vor allem eines: COOL! Sie mag lockere Shirts mit Skateboards drauf, oder gestreifte Prints mit Vögeln. Überhaupt ist sie sehr stolz darauf, dass ich jetzt Kleider bei den «grossen Mädchen» für sie kaufen muss, also ab Grösse 134. Da ändert sich die Auswahl tatsächlich. Kätzchen gelten aber bei LadyGaga immer noch als cool. Generell ist sie aber nicht das süsse Mädchen im Volantkleid, sondern die coole Skater-Braut. Mein Mädchen.

Und der kleine Flitzer?

Copperfield wird am Samstag zwei Jahre alt. Zwei! Und pünktlich zu seinem Geburtstag entwickelt er plötzlich Allüren. Strumpfhosen werden verweigert. Socken werden in Grund und Boden geschrien und daran herumgezerrt, bis die Füsse wieder nackt sind. Wir haben übrigens immer noch Temperaturen um die 0 Grad…
Ich habe ihm ein neues Batman-Shirt gekauft, weil ich es witzig fand:

Gut versus nicht gut: Minion vs. Batman
Gut versus nicht gut: Minion vs. Batman

Tja. Er fängt meistens an zu weinen, wenn ich das Shirt seinem Kopf nur näher bringe. Manchmal geht es aber ohne Probleme. Er hat ausserdem einen Spleen für Minions. Als ich ihm ein knatsch-gelbes Shirt mit den gelben Viechern kaufte, war er total begeistert, und immer wenn er das Shirt sieht, lacht er laut. Öhm. Anziehen will er es trotzdem nicht. Wenn ein Kleidungsstück Autos drauf hat, dann mag er es aber. Und Frösche sind cool. Aber findet mal eine Hose mit Autos drauf…. Als ich ihm ein Poloshirt mit Kragen angezogen habe, hat er übrigens so lange geweint, bis ich es ihm wieder abgezogen habe. Momentan ist es also ein Spiessrutenlauf und ich taste mich seinen Vetos entlang – ich hab ja durchaus Verständnis dafür, dass Kleider unangenehm auf der Haut sein können bzw. kenne das alles ja schon von LadyGaga. Aber ich frage mich, wohin das noch führen soll. Der Junge ist zwei. ZWEI!! So helft mir doch.

 

Tipps anyone? Oder seid ihr auch in der Sockenfalle gefangen?

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4 thoughts on “Von Socken und Minions #LittleLieblingsstück

  1. Kennst Du selbst das denn auch von Dir, als Du ein Kind warst? Hast Du auch so empfunden? Ich kenne z.B. einige dieser Empfindungen selbst, wenn auch lange nicht so extrem wie bei meinem Sohn. Ungewöhnlich finde ich, dass es sich bei LadyGaga erst mit 4 Jahren entwickelt hat. Hatte sie vorher vielleicht auch schon Wutanfälle (wegen kratzender Klamotten, Schildern o.ä.) und Du konntest nicht orten, warum, bzw. hast das Problem nicht bei der Kleidung gesehen? Mein Großer hat z.B. schon als Baby riesige Wutanfälle beim Anziehen (vor allem über Kopf) bekommen, nur wusste ich damals noch nicht, dass ihm vieles einfach unangenehm ist oder weh tut. Anziehen war und ist bei ihm immer eine Mega-Katastrophe, Jeans trägt er gar nicht mehr, viel zu hart, und waschen dürfte ich seine Sachen eigentlich auch nicht. Bündchen an Jacken sind ein Graus, ebenso Strumpfhosen und hohe Kragen. Der Schal darf nicht zu eng um den Hals sein etc. Es bleibt einem nichts übrig, als es so zu akzeptieren wie es ist. Ich weite und schüttele seine Sachen, bevor er sie anzieht und wenn das Shirt angezogen ist und er vor Hautschmerzen weint, dann ziehe ich ihn zu mir und rubbele ihn ganz doll, an den Armen und am Rücken. Das hilft ein bisschen. Sehr anstrengend und nervenaufreibend, jeden Tag 🙁
    Liebe Grüße!

    P.S. Das abgebildete Batman-Shirt hat einen Knopf oben am Hals. Das könnte das Problem sein…

    1. Nein, ich kenne das von mir selber eigentlich nicht. Es gab einige wenige kratzende KLeidungsstücke (weisse Kniesocken, ey!), aber ansonsten war das immer ok. Und Dein Sohn hatte das schon als Baby? Wow OO! Und ich dachte, Copperfield sei früh dran, au weia! Werde jetzt noch achtsamer sein. Danke für den Kommentar!

  2. Sockenfalle ist genau das Wort. Im Kindergarten hiess es noch, das sei eine Phase. Aber die Phase dauert jetzt schon 8 Jahre! Als Baby hat sich das Kind ständig die Socken von den Füssen gezogen (da war es noch ein bisschen süss, bzw. kamen Strampler zum Einsatz). Und es wird nicht besser. Er hat eine grosse Sockenkiste, die wird ab und zu ausgemistet, d.h. es befinden sich nur Socken drin, die passen und gefallen. Theoretisch. Praktisch passen die Socken NIE!
    Ähnlich mit Oberteilen mit Knopf, als Baby ging es noch, wenn die an der Seite waren, aber vorne…. Hemden gehen somit gar nicht. Damit kann ich leben.
    Schuhe ist auch so ein Thema. Kind trägt nur noch Sandalen. Wir sparen viel Geld und das Kind kriegt keine Schweissfüsse. Think positive!
    Das große Kind trägt 2 Hosen, die immer abwechselnd gewaschen werden. Da passt aber viel einfach nicht, weil nicht skinny. Ich hoffe auch, dass die Hosen durchhalten, bis die kurzen Hosen kommen.
    Manchmal denke ich, sie haben zu viel Auswahl…..

  3. Tja, leider geht es mir mit Knupsi ebenso seit sie zwei ist (bei den Zweiten geht einfach alles früher los!). Beim morgendlichen Anziehen komme ich echt ins Schwitzen, weil es der reinste K(r)ampf ist bis sie was an hat, was immerhin okay ist… Bis dahin Drama hoch 10, weil nicht das passende Shirt, nicht die richtige Strumpfhose… Und der Schlafanzug, der gerade zum neuen Lieblingsschlafanzug gekürt wurde, ist plötzlich das absolute NoGo… Uuuuaaaaaah!

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