Die Zähne sind da

2017 verlor Copperfield mit nicht einmal drei Jahren seine beiden Schneidezähne bei einem blöden Unfall. Die Anfangszeit war hart, für ihn und für mich. Aber es ist wie mit Corona, so harsch der Vergleich auch sein mag: Man gewöhnt sich an alles. Copperfields Zahnlücke wurde zu seinem Markenzeichen. Die fehlenden Frontzähne hinderten ihn nicht am Sprechen – im Gegenteil. Mein Sohn wurde vom Late Talker zu einer Pokémon-Quasselstrippe.

Immer wieder einmal fragte er nach, wann denn seine neuen Zähne endlich kämen. Ab seinem sechsten Geburtstag im März 2020 schaute ich sicher einmal im Monat nach, ob da etwas in seinem Mund zu entdecken war. Und ab Spätsommer 2020 sah ich dann tatsächlich zwei weisse Flächen unter dem Zahnfleisch durchschimmern. Die Zähne, die Zähne sind da! Nur halt nicht draussen, sondern hübsch verpackt unter dem Zahnfleisch sichtbar. Was war ich aufgeregt! Und Copperfield! Am liebsten hätte ich ab diesem Zeitpunkt jeden Tag nachgeschaut, ob die Zähne endlich durchbrechen. Aber nicht mit Copperfield! «Du nervst, Mama! Ich erlaube Dir nur noch, einmal in der Woche nachzuschauen!» Okay, okay. Man, waren das lange Wochen!

Letzten Oktober, also mit sechseinhalb Jahren, war es endlich soweit:

Die Zähne sind durchgebrochen. Die Zahnlücke ist nach über drei Jahren (endlich?) weg. Im Februar geht Copperfield zur Zahnarzt-Kontrolle, dann werde ich nachfragen, wie es nun weitergeht, denn ich habe das Gefühl, dass die Schneidezähne im Verhältnis zu den anderen Zähnen etwas zu weit oben stehen. Aber hey: Sie sind da!!

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