Karibik-Kreuzfahrt mit der «Mein Schiff 2»

Es war ein einstimmiger Entscheid gewesen: Unsere «Skiferien» verbrachten wir Ende Januar zwei Wochen auf einer Karibik-Kreuzfahrt. Da ich Barbados liebe, musste es für mich eine Route sein, die diesen Hafen ansteuerte. Ausserdem wollten wir möglichst viele Inseln der kleinen Antillen besuchen, also die östlichen Karibikinseln. So fiel unsere Wahl auf die «Mein Schiff 2» von TUI Cruises, die sogar über Nacht, also für ganze zwei Tage in Barbados vor Anker liegen würde.

Reiseroute mit der „Mein Schiff 2“

An- und Abreise

Wir haben ein TUI Paket gebucht, d.h. wir wurden mit einem Charterflug von Frankfurt nach La Romana in der Dominikanischen Republik geflogen. Das Besondere dabei: In La Romana angekommen, mussten wir uns weder ums Gepäck kümmern, noch durch die Passkontrolle. Wir wurden direkt ab dem Rollfeld in Busse verfrachtet und waren nach dem langen Flug nach kurzen 15 Minuten bereits am Hafen, wo wir an Bord der «Mein Schiff 2» gehen durften. Beim Auschecken nach zwei Wochen war es fast dasselbe: Wir gingen am Vormittag kurz vom Schiff, konnten unser Gepäck binnen zehn Minuten direkt im Hafengebäude (!) einchecken und durften danach wieder zurück an Bord. Erst am späten Nachmittag ging es via Bus zum Flughafen, wo wir nur noch durch die Sicherheitskontrolle durchmussten. Was für ein Unterschied zu 2018, als ich am Flughafen in Punta Cana wegen meines Koffers festgehalten wurde!

Die «Mein Schiff 2», das aktuell neueste Schiff der TUI-Flotte

Um 22 Uhr hiess es «Leinen los!», auf der «Mein Schiff» wird dann als Auslaufsong traditionell das Lied «Grosse Freiheit» von Unheilig über Lautsprecher gespielt. Das wird dann ein bisschen zu einem Pawlowschen Reflex: Immer wenn man dieses Lied hört, will man zurück aufs Schiff. Well done, TUI! Wir liessen es uns jedenfalls bei einem Cocktail gutgehen, natürlich zweimal alkoholfrei. Alle Standard-Getränke an Bord sind übrigens im Preis inbegriffen, dazu gehören auch die Cocktails.

Mögen die Ferien beginnen! Na, welche zwei sind alkoholfrei?

Der erste Tag an Bord und was machen eigentlich die Kinder?

Der erste Tag war ein Seetag, was gut zum Auskurieren des Jetlags war. Ich verbrachte den Tag dösend und lesend und Cocktail trinkend. Ansonsten erkundeten wir natürlich das Schiff und meldeten Copperfield im Kinderclub an. Die nächsten 14 Tage sollte er freiwillig übrigens gefühlt die meiste Zeit dort verbringen. Die deutsche Kinderbetreuung ist an Bord der Mein-Schiff-Flotte durchgehend von 9 bis 21 Uhr möglich. Da nur an wenigen Orten in Deutschland und der Schweiz Ende Januar schon Schulferien waren, hatte es überwiegend kleinere Kinder an Bord. Copperfield war also der Star des Kinderclubs und genoss es sichtlich, mal «der Grosse» zu sein. Für LadyGaga gab es aber effektiv fast keine anderen Teenager an Bord. Sie verbrachte die Zeit an Bord lesend.

Mein Lieblingsplatz auf dem Schiff. Ja, das bin ich, Jetlag-gebeutelt am ersten Seetag.

Was unterscheidet «Mein Schiff» von anderen Kreuzfahrtschiffen?

Spontan: Grösster Pluspunkt ist die deutsche Kinderbetreuung. Für die Erwachsenen ist auf dem Schiff aber nicht viel los, es gibt fast keine Animation. Wer es also gerne ruhig mag, ist hier richtig. Für uns war die Route für die Wahl des Schiffes ausschlaggebend und natürlich der Zeitpunkt der Schulferien. Aus diesen Gründen würden wir sicher wieder «Mein Schiff» wählen. Die Ausstattung der Schiffe ist bei anderen Anbietern aber spannender. Auf der «MSC Virtuosa» letztes Jahr hatten wir zum Beispiel ein 4D-Kino an Bord, Kletter- und Wasserparks, eine Gaming-Halle und vieles mehr. Auf der «Mein Schiff» gibt es Bars, Restaurants, ein Spa, eine kleine Shopping-Mall, eine Kids-Lounge zum Abhängen, einen Fitnessclub, ein Malatelier, ein Theater und eine Showbühne. Das war’s.

Was hingegen wirklich toll ist: Die App funktioniert super. Über die App können Ausflüge, Massagen, Frisörtermine, Malkurse etc. gebucht werden. Der Treffpunkt für die Ausflüge wird via App kommuniziert, es erfolgt nichts mehr physisch via Tickets, Corona sei Dank. Und es hat wirklich viele Ausflüge. Diese hatten wir schon im Vorfeld online gebucht, da sie erfahrungsgemäss zum Teil schnell ausgebucht sind und die Vorfreude ja auch Teil der Ferien ist. Aber auch auf dem Schiff konnte man noch wunderbar spontan etwas dazu buchen. Auf der MSC letztes Jahr war das ein Fiasko: Die Website der Kreuzfahrt stürzte immer ab, man konnte nichts buchen, weil das System dauernd hängen blieb, und auch auf dem Schiff vor Ort gab es dann nicht wirklich viele Ausflüge zu buchen und die App war Müll. Das war sehr frustrierend. Mit der «Mein Schiff 2» haben wir nun sehr viele Ausflüge gebucht, wobei man immer bedenken muss, dass diese teuer sind – sie sind eindeutig teurer, als individuell vor Ort den gleichen Ausflug zu planen. Aber es ist halt super organisiert. Hier gilt es abzuwägen, wo man individuell etwas macht und wo man sich einer Gruppe anhängt. Es hat jedenfalls eine unglaubliche Fülle an Ausflugsmöglichkeiten mit der «Mein Schiff»!

Was uns fehlt, ist der direkte Vergleich zu AIDA, dem anderen deutschen Kreuzfahrtanbieter. Wir sind bis jetzt viermal mit der Mein-Schiff-Flotte von TUI gereist.

In den folgenden Beiträgen werde ich nun die einzelnen Inseln unserer Karibik-Kreuzfahrt 2023 vorstellen und Tipps dazu geben.

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