1+ 1 = 4. Oder doch 5?

Wir haben ausgemistet und gestern auf dem Flohmarkt Habseligkeiten verkauft. Das machen wir alle zwei, drei Jahre so. Die Portokasse wird aufgefüllt, nicht mehr benötigte Gegenstände finden eine neue Verwendung und im Haus steht nichts Unnützes rum. Ich bin nämlich der Wegwerf-Typ («Kann das weg?»).

Und dann das. Wir verkauften auch einige Babysachen. Ich spreche hier nicht von Kleidchen, Jäckchen, Stramplern etc. Es ging um essenzielle Dinge wie…. unsere Wippe. DIE WIPPE!!! LadyGaga lag da schon als Baby vor über fünf Jahren drin. Wir bewahrten sie damals auf für das zweite Kind. Und so wurde sie auch von Copperfield gurrend und quietschend benutzt. Und jetzt ist diese Wippe weg, verkauft an eine Hochschwangere, die viel Freude damit mit ihrem Baby darin haben wird. Die Wippe ist Gone with the wind. Heul.

Warum stresst mich das so?
Ja, es ist nur ein – sperriger! – Gegenstand. Und ich bin bekennende Wegwerferin. Tatsächlich ist es aber viel mehr für mich. Kinderkleider kann man verkaufen und immer wieder neue kaufen, die Mode verändert sich oder die Kleider sind abgenutzt. Ich kann jetzt immer wieder Kleidchen und süsses Babyzeugs kaufen, wenn Freundinnen und Bekannte und später LadyGaga mal schwanger sind (jetzt verstehe ich meine Mutter und meine Schwiegermutter!!!). Aber ich werde nie wieder eine Wippe besitzen. Nie wieder wird eines meiner Kinder in der Wippe liegen. Nie wieder werde ich denken: Sitzt mein Baby auch wirklich bequem drin? Will es wippen oder nicht? Nie wieder wird eines meiner Kinder glucksen vor Freude, wenn sich die Wippe bewegt, oder darin schreien vor Wut. Nie wieder. Nie wieder?!

 
Wie viele Babys dürfen’s denn sein?
© Fotolia

Dann hab ich halt ein drittes Kind
Seit einem Jahr habe ich die Entscheidung immer wieder hinausgezögert. Ich dachte zwar immer, dass ich mal zwei Kinder haben werde. Aber so ein drittes wäre doch…. denkbar?! Ich sträubte mich mit Händen und Füssen und vor allem mit dem Bauch gegen die Entscheidung, ob wir denn noch ein drittes Kind haben möchten oder nicht. Wer weiss, wenn es Gottes Wille ist… dann kriegen wir das doch auch noch irgendwie gewuppt, oder? So alt bin ich ja noch nicht. Alles ist denkbar!

Im Endeffekt habe ich das Thema verdrängt und aufgeschoben. Und ich habe geschmachtet. Wir müssen uns doch noch nicht entscheiden, hach! Und im Keller hat es Platz genug für Wippen, Wickeltische, Kinderwagen. Warum also entscheiden?! Nöööö. Hach. Baby. Herzchen in meinen Augen.

Die Entscheidung
Aber es spielen so viele Komponenten mit. Copperfield wird jetzt 1. Ich 38. Und ich bin sooo müde. Ich bin keine Michele Hunziker, die locker flockig im gleichen Alter nochmals problemlos husch ein Baby produziert, weil sie «so gerne Mama ist». Ich habe aber auch keine Millionen auf dem Konto und keine Nanny.

Mit fünf Jahren Altersunterschied der Kinder habe ich einen anderen Blickwinkel: Ich sehe, dass ich mit LadyGaga jetzt so viele Sachen unternehmen kann – aber da ist ja noch das Baby. Versteht mich nicht falsch, ich vergöttere Copperfield. Aber mit dem Kinderwagen ist das alles nicht so einfach. Das habe ich gerade erst an der Basler Fasnacht erlebt. LadyGaga hatte Hunger. Mein Mann und der Kleine blieben in einer ruhigeren Seitengasse zurück, während ich mich mit meiner Tochter mitten ins Getümmel stürzte, um einen Hotdog zu kaufen. Sie hat genau auf mich gehört (denn es ist echt gefährlich in der sog. «Druckete» am Cortège, mit Traktoren, grossen Fahrzeugen und einer Unmenge von maskierten Menschen und Besuchern). Es verlief problemlos. Und es machte Spass. Mit dem Kinderwagen wäre das nicht denkbar gewesen. Abgesehen davon, dass der Kleine sicher (zu Recht!) Panik gehabt hätte.

Und so geht es mir mit vielen Dingen. Ich liebe meine beiden Kinder über alles, aber ich spüre, dass wir in Bezug auf unsere Freiheiten schon noch mal einen Meilenstein zurückgeworfen wurden. Das ist OK so. Aber möchte ich das in zwei, drei Jahren nochmals?!

Beruflich starte ich gerade voll durch. Ich kann sagen, dass ich mit Haut und Haaren gerade sehr glücklich bin. Ich habe noch so viel vor! Aber das Homeoffice ist eine Herausforderung mit Kindern. Manchmal komme ich an meine physischen und psychischen Grenzen, ein Mail brennt mir unter den Fingern, eine Idee, ein Telefonat, das ich nicht führen kann, weil eines der Kinder etwas von mir will. Dann bin ich gefrustet. Sauer. Unruhig wie ein Tiger im Käfig. Aber mein Mann sagte vor kurzem zu mir: «Hadere doch nicht so mit Dir. Die Kinder sind gesund, uns geht es gut. Den Rest schaffen wir doch auch.» Und er hat so Recht! Ja, es wird besser, wenn die Kinder grösser sind, das weiss ich. Ja, ich bin glücklich. Ich geniesse das Privileg, mit meinem Sohn auf dem Boden rumrobben zu können, anstatt in einem Büro in Zürich zu sitzen und für andere zu arbeiten. Und in der Tiefe meines Herzens habe ich das Gefühl: Das Beste kommt erst noch.

Auf zu neuen Ufern
Irgendwie drängt es mich auf die nächste Stufe. Irgendwie ist es Zeit loszulassen und nach vorne zu blicken. LadyGaga kommt in einem Jahr in die Schule. Copperfield macht jeden Tag so grosse Fortschritte. Er ist kein Baby mehr, er ist jetzt ein Kleinkind. Und das ist gut so. Unsere Babyzeiten sind definitiv vorbei. Alles ist gut. 




An welchem Zeitpunkt wusstet ihr, dass ihr keine weiteren Kinder mehr wollt? Oder ist genau das Gegenteil der Fall und ihr wollt unbedingt noch eins? Erzählt mir davon! Ich freue mich auf eure Kommentare!






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48 thoughts on “1+ 1 = 4. Oder doch 5?

  1. Ich hab "erst" seit 2 Jahren die 3 am Rücken und somit bin ich im besten Alter fürs Kinderkriegen. Aktuell bin ich glücklich mit den beiden Girls, weil alles mit Job, Betreuung und so bestens organisiert ist.
    Mit dem Wunsch/Traum nach einem 3.Kind kann ich (noch) nicht abschliessen. Ich möchte bis 35 mit dieser (abschliessenden) Entscheidung warten, auch in der Hoffnung, dass unsere finanzielle Situation besser ist.

  2. Ach Séverine, wenn ich das nur wüsste.
    Wenn ich mein Herz frage, dann sagt es: "Ach komm Miriam, noch so ein süsses kleines Bündel wär doch was. Eine schöne Schwangerschaft, den Babyduft geniessen, kuscheln und sich am Baby freuen". Ein drittes Kind geht schon. Sogar das Auto würde reichen und all die Babysachen kommen nochmal zum Einsatz. Und vielleicht gibt's sogar nen Jungen?

    So, dann frag ich mal den Verstand: "Miriam, hast du noch alle Tassen im Schrank? Schau mal wie anstrengend die zwei Mädels schon sind! Jetzt waren beide krank, du läufst doch schon auf dem Zahnfleisch! Nee, nee, noch mehr schlaflose Nächte, Geschrei, vollgekackte Windeln, Babykotze muss echt nicht sein. Das lassen wir mal lieber!"

    Tja, wir warten mit der Entscheidung noch. Meine Mädels sind 20 Monate auseinander. Falls es ein Drittes gibt, dann wird der Abstand sicher grösser sein. Aber mal sehen. Frag mich doch in einem Jahr nochmal 😉 .

    Liebe Grüsse
    Miriam

  3. Ich kann dich gut verstehen! Irgendwann sind Babyzeiten einfach vorbei. Bei uns war es schon ein Haufen Überzeugungsarbeit meinerseits, dass wir überhaupt ein Zweites bekommen. Mein Mann meinte "du bist doch jetzt schon so müde, wie soll das mit einem Baby werden?" Tatsächlich bin ich momentan zu nicht viel zu gebrauchen durch den wenigen Schlaf aber glücklicherweise gibt es ja Hormone für diese Zeiten! Nach der ersten Geburt sagte ich zur Kreißsaalhebamme: das mache ich aber nicht nochmal! 5 Jahre später wurde mir mein zweites Baby auf die Brust gelegt und mein allererster Gedanke war: oh Gott ist die schön! Das will ich irgendwann noch ein Mal erleben… Mein Mann möchte spätestens jetzt alle Babysachen, Wipper, Bettchen und anderes Zubehör verkaufen wenn wir es nicht mehr brauchen. Ich werde versuchen, es doch noch hinauszuzögern und im Keller zu horten, denn dass die Babyzeiten bei uns definitiv vorbei sind, da bin ich mir eben noch nicht so sicher wie du dir. Allerdings kann es gut und gerne 10 Jahre dauern. Wer weiß…

  4. Hey,
    Wieder so ein spannender Artikel, wenn ich die von Dir lese dann bin ich gepackt, das schaffen sonst nur gute Bücher. Wir haben ja nur den Prinz, 2Kinder waren immer angedacht aber inzwischen reicht uns der Prinz, da er jetzt viele Abenteuer mit uns erleben kann. Wir haben keine Familie hier und relativ wenig soziale Kontakte, es würde einfach grad gar nicht mehr zu uns und unserer Situation passen, aber vllt. Ändert sich das noch.
    Liebe Grüsse

  5. Ich habe zwei Brüder, war die älteste, für mich war früh klar, dass ich genau 2 Kinder möchte, auch wenn es jetzt schön ist, 2 Brüder zu haben. Aber mit 3 war mir da immer zu viel Trubel etc. Da meine Kinder jetzt 6 u. 8 Jahre sind, würde ich auch unsere Freiheit nicht mehr eintauschen wollen, es ist alles schon so viel leichter. Und ich bin mir noch immer sicher, dass 2 Kinder, für uns genau das Richtige sind 🙂 Mein Mann hätte sich, bevor die Kids da waren übrigens auch 3 vorstellen können 😉
    Liebe Grüße
    Sara

  6. Ich habe (bisher) nur ein Kind und bin mir sicher, dass ich noch ein zweites Kind möchte. Meine Kleine wird jetzt drei und immer selbstständiger. Und mit einem Mal habe ich das Gefühl, dass es jetzt endlich ginge. Bevor ich anfange mich beruflich umzuorientieren. Nur leider bin ich alleinerziehend und auch alleinstehend. Also bietet sich mir gar nicht die Möglichkeit dazu. Und es lässt mich schier verzweifeln, weil ich dieses Gefühl nicht abschütteln kann, dass ich meine Chance vertan habe auf ein 2.Kind, wenn ich sie jetzt nicht nutze… Ach, irgendwie ist das ganz schön schwer mit der Familienplanung.

  7. Mein Kinderwunsch wächst und wächst von Tag zu Tag – Nummer zwei – oder drei wie man es bei uns eben sagen will – scheint eine große Sehnsucht in mir aus zu lösen. Vor einigen Minuten schrieb ich meine Gedanken dazu runter. Nächste Woche gibt es sie bei mir und dann las ich diesen Eintrag,
    Mein Herz will SOFORT – mein Kopf und die Realität lacht sich schlapp und der Mann sagt einfach gerade nein – kopfmäßig hat er recht, aber das interessiert das Herz leider so wenig…. manchmal weiß ich auch gar nicht, ob es vielleicht doch die Sehnsucht nach dem Sternchen ist – aber meine größte Angst ist: Wenn diese Sehnsucht , dieser Kinderwunsch unerfüllt bleibt, was macht das mit uns? Mit mir?????

    Séverine ich drück Dich!!!!!!!!
    JesSi Ca

  8. Hallo Miriam,
    meine zwei sind auch 20 Monate auseinander, würde ich immer wieder im (fast) 2 Jahres Abstand wollen, ist das bei Dir auch noch so? Meine sind inzwischen aber schon fast 7 u. 8 🙂

    Liebe Grüße
    Sara

  9. Sehr interessant mL zu lesen welche Gedanken man so in ein paar Jahren hat. Wir sind ja gerade zum ersten mal schwanger aber ich freue mich schon riesig auf das was danach noch kommt… Nicht nur auf die Wippe sondern auch die Frage ob man noch ein 2. Kind will… oder sogar ein drittes…

  10. Ach Du sprichst mir so aus dem Herzen! Mir geht es auch so, es schmerzt irgendwie die Sachen zu verkaufen.
    Und bei uns ist ein 3. Kind leider auch nicht mehr möglich. Das weiß mein Kopf, immerhin habe ich in 9 Monaten die 4 vorne stehen. Und es ist so, dass der Große auch vieles nicht mehr mit mir machen kann, weil eben der kleine Bruder da ist. Und müde sowieso und mein Mann möchte auch nicht mehr.
    Nur in meinem Herzen, da ist der Wunsch für ein 3. Baby manchmal noch da. Weil es einfach soooo schön ist! <3

  11. Liebe Mama on the rocks!

    Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Ich habe dazu letztes Jahr gebloggt (http://zweifachmama.blogspot.de/2014/10/wenn-die-familienplanung-abgeschlossen.html) – Ich bin zwar noch ein bisschen jünger als du (werde 33), aber trotzdem ist das Thema bei uns durch, abschließend durch, weil mein Mann letztes Jahr im August zur OP war.
    Es war eigentlich schon während der Schwangerschaft mit dem Minikind klar… dass es die letzte Schwangerschaft ist. Klar ich war jung, ich war gesund… uns gings gut. Aber: ich merke (auch jetzt wieder) immer mehr: Zwei Kinder sind toll. Zwei Kinder sind für uns genug. Wir sind dankbar für zwei gesunde Kinder. Und ja: Mini ist jetzt 3 1/2. Aus dem kleinen Gröbsten ist er raus. Ich mag nicht nochmal von Null anfangen.

    Ich verkaufe auch mal mehr oder weniger fleißig das ganze Babyzeug. Miste aus, sortiere aus. Und klar: bei manchen Sachen gibts schon gerührte Tränen 🙂 Aber bei einigen denke ich auch.. JA. Genau so!

    Das Herz und der Verstand sind sich bei uns glücklicherweise einig.

  12. Wir haben zwei Kinder mit 25 Monaten Abstand, sie sind jetzt 3,5 und 1,5 Jahre alt. Und erst gestern haben wir uns darüber unterhalten, dass wir die Entscheidung für oder gegen ein drittes Kind bald fällen. Wir möchten nicht zwei nah zusammen und das dritte mit großem Abstand. Wir tendieren beide zu einem dritten Kind.
    Ja ich bin oft müde, und ja, ich könnte die beiden manchmal auf den Mond schießen… Aber sie sind tolle Kinder, ich liebe sie bis zum Mond und zurück und sie sind jetzt schon richtige Geschwister, beschäftigen sich miteinander und wenn einer nicht da ist, wartet der andere. Natürlich streiten sie auch, aber das bereitet sie aufs Leben vor. In ihrem ganzen Leben werden sie sich auseinander, Kompromisse eingehen und sich durchsetzen müssen.
    Wir haben ein tolles soziales Umfeld, ich werde dieses Jahr erst 34.
    Also- warum nicht noch eins?

  13. Als gerade Schwangere mit viel Vorfreude im Kopf kann ich Dich sehr gut verstehen. Bei uns war ja lange die Frage ob es überhaupt nochmal klappt (vielleicht hast Du dazu mal meinen Kinderwunsch-Artikel bei Dajana von "Mit Kinderaugen" gelesen. Wir wollten so gern ein zweites Baby, aber wenn man PCO-diagnostiziert ist alles nicht so einfach. Nun hat es doch geklappt und das gleich doppelt. Und trotz des ersten Schocks: wie jetzt, Zwillinge? freuen wir uns wie verrückt. Und ich bin gleichzeitig erleichtert, dass mir die Entscheidung für ein drittes Kind quasi abgenommen wurde. Denn was wäre, wenn in ein paar Jahren wieder dieser Wunsch da wäre: vielleicht doch nochmal ein Baby? Ich denke, es ist letztlich eine Herz-Entscheidung. Wenn der Wunsch so groß ist, dann soll da vielleicht doch nochmal ein Baby bei Euch einziehen. Vieles kann man mit dem Kopf entscheiden, aber eben nicht alles – manchmal muss man auch auf sein Herz hören. Und ja: natürlich ist man mit Baby eingeschränkter für eine Zeit lang – aber was sind diese paar Jahre in Relation zu der Lebenszeitzeit, die noch vor einem liegt. Welche Entscheidung Ihr auch fällt: alles Liebe dafür!!

  14. Huhu 🙂
    Ahhhh diese Gedanken kenne ich nur zu gut.Nur bei uns geht es um das eventuell zweite Kind.Ich habe jetzt einen Sohnemann von 10 Jahren und ich bin zarte 34 Jahre.Klar hätte ich super gerne noch ein zweites. 🙂 Aber dann drängen sich doch die Gedanken auf,bin ich nicht schon zu alt dafür???? Kann ich die gleichen Nerven nochmal aufbringen und einen kleinen Wurm auf zu ziehen und dann auch noch meinem Großen in allen Zügen gerecht werden???
    Was du beim hinauszögern beschrieben hast,kenne ich nur zu gut. 🙂 Habe es auch immer vor mich hin geschoben und irgendwie immer einen Grund gefunden warum jetzt gerade nicht.Erst war es der Kindergarten wo mein Großer sich erstmal zurecht finden sollte,dann die Vorschule,dann kam die Schule.Tja und nun bin ich 34 Jahre und frage mich,kann ich es nochmal wagen???
    Irgendwann denke ich habe ich eine Antwort auf meine Fragen 😀

  15. Noch vor nicht all zu langer Zeit habe ich das auch gedacht. Meine Tochter war 2 Jahre alt, ich stand da alleinerziehend und gerade wieder neu im Beruf, da ich mit meine Ex-Mann schwanger meinen alten Job und Wohnort verlassen hatte.
    Auch ich wollte immer zwei Kinder haben und dachte der Zug sei für mich dann wohl abgefahren. Aber jetzt 3 Jahre später wird meine Große bald 5 Jahre und meine kleine Maus wird bald 1 Jahr und mit meinen neuen Partner sind wir sehr glücklich. Ein weiteres Kind ist nicht geplant, aber das macht mir nichts, da mich meine zwei Damen richtig auf Trapp halten…

  16. Mir gehts grad haar genau gleich 😉 unsere 2 Mädels sind 21 Monate auseinander und ich wollte wirklich unbedingt einen nicht zu grossen Altersabstand (max 2 Jahre, das wollte ich eigentlich für alle meine Kinder) doch ich bin jetzt so am Anschlag, körperlich wie psychisch, dass ich mir wirklich unsicher bin ob wir überhaupt jemals noch ein 3. Kind haben werden/wollen. Mein Herz ist traurig und schwer beim Gedanken dass ich die Babyzeit jetzt gerade mit meiner 2. Tochter das letzte Mal erlebe, versuche es zu geniessen, wo es nur geht, aber das geht mit einem fordernden Kleinkind recht schlecht.. Bin traurig dass ich nie mehr schwanger sein werde und so wünsche ich mir doch irgendwo ein 3. Kind. Und da ich es nicht schaffen würde in absehbarer Zeit noch mit einem 3. so kleinen Kind würde es auch darauf hinaus laufen, dass wenn wir ein 3. haben werden, es einen viel grösseren Abstand zu seinen Schwestern haben wird. Es ist einfach keine leichte Entscheidung, egal ob für oder gegen ein weiteres Kind.. Aber DEN Richtigen Weg gibt es leider einfach nicht, zumindest kennt man ihn im Voraus nicht.
    Erinnerungsbehaftete Möbel würde ich aber zur Seite legen, und wenn man es nicht noch einmal selber braucht, so wird sich ja vielleicht eines der Kinder irgendwann darüber freuen, wenn es die Wiege oder das Gitterbettchen, das Stubenwägelchen o.A. später für die eigenen Kinder brauchen kann. Wir haben nun unsere 2. Tochter im Stubenwagen wo schon mein Mann drin gelegen hat, wir werden ihn aufheben und sobald eine unserer Töchter das Erste Kind bekommt, wird sie entscheiden dürfen ob sie den Wagen für ihr Kind möchte oder nicht. Ich finde den Gedanken daran sehr schön und würde mich sehr darüber freuen wenn dies so wäre.

  17. ich habe bereits 3 Kinder in den letzten 5 Jahren bekommen. Aber ich weiß schon seit meiner 2. Schwangerschaft, dass es 4 sein müssen. Ich weiss, dass die kleine Seele, die ich vor 2 Jahren ziehen lassen musste, noch auf uns wartet. Ich hoffe ich kann meinen Mann überzeugen und das damit endlich mein Kinderwunsch erfüllt sein wird.

  18. Es ist schon irgendwie seltsam, oder? Jeweils in der Kotzphase oder mit ganz dickem Bauch, frage ich mich bisher jedes Mal, warum ich mir das bitteschön antue. Lustig ist das ja nicht. Und dann, dann ist doch wieder klar, dass ich das nochmal mache. Wir planen mindestens 4 aber keinesfalls 7. Schlicht weil ich mich zur Zeit noch keinesfalls von den Babysachen trennen kann und einfach weiß, dass es noch nicht zu Ende ist. Ich hoffe, dieser Moment kommt dann irgendwann. Aber 2 Schwangerschaften sind schlicht zu wenig. Da fehlt noch was.
    Wir waren im Übrigen auch immer mit Baby und Kleinkind beim Morgenstreich und Mittags beim Umzug. Einfach auf den Rücken schnallen und los. Ist auch ein prima Schutz vor herumfliegenden Orangen. Die kriegt nur die Mama an den Kopf…
    Und das beste an den vielen potentiellen Kindern ist, dass man auch bei Nr.2 noch total süße Sachen anschaffen darf. Weil das braucht man später sicherlich noch mal unbedingt. Oder man macht's so wie die Schwiegermutter und schenkt dem Engelchen Retro-Spielsachen, die auch noch die Eltern in Erinnerungen schwelgen lassen. Man muss sich also nicht von allem trennen…

  19. Bei uns war da nach dem zweiten Kind ganz klar das Gefühl, dass unsere Familie noch nicht komplett war. Das hatte nichts mit Vernunft oder mit dem Kopf zu tun – es war einfach ein Gefühl. Ich hatte zuvor zwei entsetzliche Schwangerschaften, in denen ich neun Monate durchgespuckt habe. Auch die dritte Schwangeschaft war entsetzlich. Mein Umfeld konnte nicht nachvollziehen, dass ich mir das noch einmal antue… Aber ich wusste, dass es für uns richtig war. Kaum war unser jüngster Sohn auf der Welt fühlten wir uns als Familie komplett. Mittlerweile ist der Jüngste 11 Jahre alt und ich habe es nie bereut drei Kinder zu haben. Ganz im Gegenteil, er hätte uns allen gefehlt…

  20. Super toll dass es anderen auch so geht!!!
    Meine beiden Jungs sind genau 2 Jahre auseinander, ( 2 und 4) und ICH WILL ein DRITTES!
    Also, mein Herz <3 der Kopf sieht eine Staubwolke, die ist verursacht von meinen Mann, der bleich aus dem neuen kleinen Haus rennt....kann ich ihm also nicht antun, oder?
    Auch wenn wir uns vieles teilen und er n Hammmer toller Papa ist, als Mama nimmt man da doch noch einiges mehr als der Papa auf sich, oder?!
    Tja, an Nächten wenn alle schlafen, die Tage toll liefen, dann würde ich am liebsten wieder loslegen….aber Kinder krank, Mann oder ich krank, dann sagt auch mein Herz WAAAS????

    Hier mein Tip:
    Ich habe mir gesagt, dass ich noch warte bis der 2 Jährige so richtig in der Trotzphase ist – wenn ich dann noch will dann muss ich das richtig ehrlich besprechen…mit dem Mann!

    Wenn das Gefühl trotzdem noch da ist *bibber* muss halt n Haustier her 😉

    Noch eine Frage an dreifach Muttis: hört das Gefüh denn mit dreien auf????

  21. Tja ich bin mir schon sicher. Also meistens. Oft. Zwischendurch. 😉 Du bist ja auch jünger als ich. Ich glaube echt, ich habe die Energie nicht mehr, um dann 3 Kindern (und Job. Und Mann) gerecht zu werden. SchdrückDich!

  22. Ach Séverine ich versuche drauf zu vertrauen, manchmal ist es eben einfacher und manchmal schwerer…. so und nun komm und lass DICH DRÜCKEN!!!!!!!!!!
    :- * <3 <3 <3
    Weiß Du eigentlich wie TOLL Du bist?????

  23. @Miriam: Ich könnte mir theoretisch und so halb praktisch auch vorstellen, mit einem grösseren Abstand noch ein drittes Kind zu haben. Aber das wäre in meinem Fall dann mit Ü40, deshalb ist das einfach unrealistisch. Ich hätte vielleicht früher starten sollen.
    @ChibiTenshi123: Du hast natürlich recht, erinnerungsbehaftete Möbel bewahren auch wir auf. Mir war einfach nicht bewusst, dass da die Wippe dazugehörte ;-). Im Keller haben wir aber den Stubenwagen (da lag schon ICH als Baby drin), den wir sicher weitervererben werden. Meine Kinder haben auch echte Vintage-Kleidungsstücke von mir getragen, also echte 1977er Babykleider. Die gebe ich natürlich nicht her und sammle auch für meine Kids ihre hübschesten und erinnerungsstarken Baby- und Kinderkleider für die nächste Generation. Aber ALLES kann man eben nicht aufbewahren. Vor allem wenn man gerne aufräumt so wie ich …

  24. Danke für Deinen Kommentar als Mit-Schwangerer – wie toll!! 🙂
    Es bleibt wirklich immer spannend mit Kindern. Und das Tollste: man wächst mit den Aufgaben mit. Ich wünsche euch eine tolle Rest-Schwangerschaft <3

  25. Da geht es Dir genau wie mir (oder mir wie Dir), liebe Tanja. ((())) Und irgendwann denkt man dann Gott sei Dank: Es ist gut so wie es ist. Hoffentlich lernen wir zwei uns bald mal persönlich kennen. Guten Umzug!

  26. Liebe Anna, den Artikel bei Dajana hatte ich gelesen, aber die Connection zu Dir war mir irgendwie trotzdem grad nicht präsent 🙂 So schön, dass es geklappt hat!! Deine Worte berühren eine Stelle in mir, eine kleine Flamme, die irgendwie trotzdem hofft. Aber ich denke, ich bin zu alt. Und das ist OK so, denn ich bin sehr glücklich mit meiner Familie. Schliesslich war es auch ein Kampf, bis ich Copperfield endlich hatte (keine PCO, aber 2 Fehlgeburten).
    Ich drück Dich ganz fest!

  27. Ein Thema,das mich schon während der Schwangerschaft beschäftigt hat. Bei der Großen war alles neu und aufregend und es war klar, dass wir irgendwann noch ein zweites Kind bekommen wollen. In der Schwangerschaft mit dem Großen kam eine gewisse Portion Melanchonie dazu. Wahrscheinlich würde das die letzte Schwangerschaft sein. Zum letzten Mal spüren, wie das Baby im Bauch tritt, zum letzten Mal ein Neugeborenes in der Familie aufnehmen. Auch heute – kurz vor dem ersten Geburtstag des Kleinen – gibt es Tage, an denen ich all diese besonderen "ersten Male" nochmal erleben möchte. Aber auch bei uns sagt der Kopf: "Zwei sind genug!" Auch ich finde es toll, wie selbstständig die Große mittlerweile ist und was man alles mit ihr erleben kann. Aber ich bin ja erst 30. Wer weiß, wie das Ganze in 5 Jahren aussieht…

  28. Wow, ihr wart sogar am Morgenstraich?! Hut ab , so cool! Gut, ich habe das sogar ohne Kinder und in Basel lebend nur einmal geschafft (nachts schlafe ich nunmal so gerne, hihi). Das klingt jedenfalls nach einem ganz toll aufgestellten Trupp, den Du da zuhause hast, so toll! <333

  29. Deinen Tipp finde ich SUPER!!! Ich bin zwar keine Dreifachmutti, aber wenn ich so die ganzen Kommentare hier und bei Facebook (bei der Tollabox) sehe, fällt mir auf: Intuitiv weiss jede Mutter, wie viele Kinder es denn sein sollen. Das kann 1 sein, aber auch 2, 3 4, 5….

  30. ….aber leider ist das ein wenig so wie mit der Namensgebung: man hat ein ganzes Leben lang eine Vorstellung wir das imaginäre Kind mal heißen soll und macht die Rechnung OHNE jemanden der Mitspracherecht hat,der MANN!
    Wie ist das bei Dir,MOTR, würde Dein Mann Kind Nr.3 mitmachen?
    Ich stelle mir immer wieder die Frage ob ich diesen Wunsch zurückstellen kann weil er es nicht möchte?
    Steckt das dann doch in mir egal wie viel man redet?!
    …Gedanken wie beim ersten Kind….

    Tolles Thema!Riesen Dank dafür <3

  31. Naja, das Kind und wir waren eh wach, da sind wir eben gegangen. Danach haben wir die Kleine in die Kita gebracht und uns wieder hingelegt. War ein guter Plan. 2x haben wir es so gemacht…

  32. Mein Name ist Lisa und ich bin 28

    Bei uns ist es zur Zeit sehr schwierig. Mein Mann und ich wollten von Anfang an 3 Kinder. So jetzt müssten wir uns eigentlich ans dritte machen Da ich keinen all zu grossen Altersunterschied möchte. Mein Sohn ist 5 eihalb und meine Tochter ist gerade 3 geworden und spätestens nächstes Jahr sollte das dritte Kind kommen.
    Jetzt fällt mir für Entscheidung ein drittes Kind zu bekommen nicht mehr so leicht. Meine Kinder sind jetzt relativ selbstständig und gehen beide in den Kindergarten. Ich habe eine Stelle als Abteilungsleiterin bekommen die mir auch sehr viel Spaß macht und diese Stelle möchte ich nicht verlieren aber leider sehe ich meine Kinder dadurch viel zu wenig.
    andererseits will ich unbedingt noch einmal schwanger sein, noch einmal einem kleinen Menschen Das Leben schenken und so ein Glücksgefühl erleben.
    Und dann überkommt mich wieder der Zweifel. Ich möchte noch so viel erleben und meinen Kindern was bieten. Ich kann auch nicht so lange zu hause bleiben, ich brauche meine Arbeit. Packe ich das überhaupt mit 3 Kindern? ? Ich wollte doch schon immer 3 Kinder-seit ich mich erinnern kann. …
    Ich bin am Verzweifeln, ich finde keine Antwort. ..

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