Drei Frauen

Es ist still gewesen auf dem Blog, ich weiss. Viel zu still. Im Verlag stehen grosse Projekte an, die meine ganze Aufmerksamkeit fordern. Seit Monaten habe ich nicht mehr Klarinette gespielt. Ich bin wie ihr alle eingeigelt zuhause. Die Kinder verlangen mir viel ab (und dürfen das natürlich auch): Auch Copperfield ist neben LadyGaga irgendwie in der Vorpubertät angelangt – oder ist es einfach nur der Corona-Stresssituation geschuldet, dass beide Kids aus dem Nichts gerne Wutanfälle galore zelebrieren? Der Hund braucht Auslauf. Und irgendwie ist da für nichts anderes mehr Platz. Bloggen? Wann denn bitte?!

Aber ich bin noch da, ich kämpfe mich zurück. ICH WILL SCHREIBEN. Die Frage ist, hört mir überhaupt noch jemand zu? Die Blogszene hat sich sehr verändert in den letzten Monaten. Jeder kocht wieder sein eigenes Süppchen. Alle haben ihre eigenen Probleme, mit Corona, Homeschooling, kranken Verwandten, Pandemie-bedingter Arbeitslosigkeit und und und. Man liest sich nicht. «Sharing is caring» hiess es mal. Aber auch ich habe nicht geteilt, war nicht präsent. Alles andere war wichtiger. Aber ich will das wieder ändern. Deshalb stelle ich euch hier drei ganz unterschiedliche Herzensmenschen vor:

Nachhaltigkeit

Suse von Ich lebe! Jetzt! ist Mama von drei Kindern. Ein Hund, seit neuestem eine Katze und natürlich auch ein Ehemann ergänzen die Familie. Seit letztem Jahr arbeitet Suse wieder, und es ist eine Freude zu sehen, wie sie aufblüht mit der neuen Herausforderung. Sie setzt sich für Nachhaltigkeit ein, ohne je zu missionieren. Suse hat Rückgrat und das Herz am rechten Fleck. Für sie würde ich durchs Feuer gehen. In ihrem aktuellen Beitrag erklärt sie, was es mit dem Phänomen «Clubhouse» auf sich hat und warum man da nicht unbedingt auch noch dabei sein muss. Also ich habe ja eh keine Zeit, wie ihr wisst. Suse inspiriert mich unaufdringlich, nachhaltiger zu leben. Sie ist eine Frau, mit der man einfach gerne befreundet ist.

Kunst gefällig?

Auf Instagramm tausche ich mich viel mit Danijela aus, einer ehemaligen Schulfreundin, die heute als Pflegefachfrau arbeitet. Schon damals konnte sie gut zeichnen, aber wie sich ihre Fähigkeiten entwickelt haben, ist unglaublich. Letzte Woche bat sie mich um Hilfe. Der Kunde für eine Auftragsarbeit war sang- und klanglos verschwunden bzw. bezahlte nicht und sie fragte mich, ob ich einen Käufer für ihr Freddy-Mercury-Bild finden könne. Sofort postete ich ein Foto des Werkes auf Twitter und fragte meine Follower, wer Interesse hätte.

Binnen 10 Minuten war das Bild verkauft! Wenn ihr euch für die Werke von Danijela interessiert, besucht doch mal ihren Shop oder folgt ihr auf Instagram, wo sie als @nelaart77 unterwegs ist. Sie malt wie gesagt auch Auftragsbilder…

Gegen den Strom

Bettie vom Blog Frühes Vogerl habe ich zum ersten Mal in Berlin an einer Bloggerveranstaltung getroffen, als es Bloggerveranstaltungen noch gar nicht gab. Das war beim Blomm, «Bloggers Meet Mompreneurs». An Bettie gefällt mir besonders, dass sie eine Meinung hat – und die ist meistens gegen den Strom. Sie ist unbequem! Nicht prinzipiell, sondern einfach, weil sie Dinge hinterfragt. Das finde ich angenehm erfrischend auf Twitter, wo sie als @fruehesvogerl unterwegs ist. Bettie hat mir schon manchen Schmunzler beschert. Da ich nicht mehr so viel gebloggt habe, gehe ich im Strom der Tweets und Blogs und Posts gerne unter. Bettie aber sieht mich und reagiert auf mich, das ist so toll. DANKE!! Sie hat Seele. Auf Twitter hat sie den tollen Hashtag #lernedeinetimelinekennen initiiert. Jeden Tag stellt sie ihren Followern eine Frage, die durchaus auch zum Nachdenken anregt.

Ich freue mich, wenn ich diese drei Frauen durch meinen Beitrag etwas bekannter machen konnte.

Und ihr, seid ihr noch da? Seht ihr mich? Dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar.

 

Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

17 thoughts on “Drei Frauen

  1. Du Liebe,
    Natürlich sehe ich Dich und wertschätze Deine Arbeit als Journalistin, als Bloggerin, als Mama und als Freundin.
    Und ich bin so froh, dass Du in der Krise noch da bist. Weil ich so viele gehen lassen mußte aufgrund ihrer Meinung zur Krise und dem Umgang mit ihr.
    Warme Grüße
    Suse

    1. Auch ich bin noch da 🙂
      Ganz zuverlässig ruft mein Feedreader Deine (und z.B. auch Suses) Beiträge ab, die ich dann nur noch lesen muss.
      Daran haperts manchmal, aber dann eben zwei oder drei Tage später.

      Bitte nicht aufhören mit dem Bloggen! Ich habe so oft das Gefühl, es gibt fast nur noch kommerzielle Blogs, die mehr aufs schnelle Geld aus sind. Viele von uns „älteren“ Bloggern gibt es ja nicht mehr.

      1. Das stimmt, Susanne. Die „echten“ Blogs sind Mangelware geworden. Es ist so schön, dass Du trotz 5 Kindern die Zeit findest, bei mir zu lesen. Danke!!!

  2. Hallo Séverine,
    schon lange lese ich gerne Deinen Blog und schaue regelmäßig, ob ein neuer Post online ist. Heute habe ich mich sehr gefreut, mal wieder etwas von Dir zu lesen!

    Ich höre Dir noch zu 🙂 und sende viele Grüße aus Deutschland
    Corinna

  3. Ich schau hier auch regelmäßig rein. Seit vielen Jahren. Ich bin ein Fan der guten alten Blogs. Ich nutze auch kein Instagram, Facebook oder anderen Mist!
    Ich freue mich immer über neue Beiträge von Dir! Unsere Kinder sind gleich alt!

    VG Anni

  4. Ich lese hier auch schon ziemlich lange still mit und freue mich, wenn Du wieder mehr schreibst. Da ich auch selbständige arbeitende Mama von 2 Mäusen bin, erkenne ich mich in vielem wieder. Aber die Gründe für´s Abtauchen sind ja verständlich, die haben wir alle.
    Liebe Grüße, Bianca

  5. Hallo Séverine
    Dochdoch, ich lese deinen Blog 🙂 Meistens still, aber nach diesem Artikel da muss ich etwas schreiben… Mach einfach weiter so, dein Blog ist immer sehr spannend.
    Freue mich auf den nächsten Artikel.
    LG Julia

  6. Wir kennen uns ja gar nicht persönlich, und ich habe sicher noch nie kommentiert, aber ich lese dich seit Jahren.
    Also: PIEP! Bin auch da 🙂

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